Showing posts with label Right Watch. Show all posts
Showing posts with label Right Watch. Show all posts

Thursday, December 03, 2009

Was man sich als Schwuler - noch immer - alles gefallen lassen muss!

Eine kleine selbstredend unvollständige Auflistung der Zumutungen via Heise.de von Ralph Bruckschen:

19. Februar 2007 12:28

Was man sich als Schwuler offenbar alles gefallen lassen muss

Wenn man das hier in dem Forum so alles liest, kommt man auf den Gedanken, das Homosexuelle wohl abartige Untermenschen sind. Diese darf man beliebig beleidigen, Witze drüber machen und offenbar gehört dies zum guten Ton.
Hallo !? So mal ein paar Fakten:

1. Homosexualität ist natürlich und normal. Nicht nur bei Homo Sapiens, sondern so ziemlich quer durch das gesammte Tierreich. In Oslo gibt es im Naturkundemuseum zu dem Thema gerade eine Ausstellung. Offenbar ist Homosexualität nur bei Homo Sapiens in Talaren etwas unnatürliches.

2. Homosexualität ist nichts schwarz/weisses. Nahezu jeder Mann ist mehr oder weniger bisexuell. Es gibt Untersuchungen von z.B. Masters & Johnson, oder Kinsey die zeigen, das homosexuelles Verhalten graduell ist - Es gibt Männer, die nur mit Männern Sex haben, Männer, die manchmal mit Männern, manchmal mit Frauen, überwiegend mit Frauen und nur mit Frauen... Ich finde es immer wieder fazinierend, das in unserer Gesellschaft das Denken vorherscht, das wenn man es einmal mit einem Mann getrieben hat, es kein Zurück gäbe, oder so ein Schwachsinn

3. Homophobe haben selbst eine homosexuelle Ader. Dazu gibt es sogar eine wissenschaftliche Untersuchung:
http://www.oogachaga.com/download /homophobia_and_homosexual_arousal.
pdf

Auch zeigte es sich, das die größten Verfolger der Homosexualität in der Geschichte selbst schwule Tendenzen hatten. Das ist wohl eine Form der Selbskasteiung. Leider fehlt mir hierzu der Link.

4. Homosexuelle exisitieren quer durch sämtliche Bevölkerungsschichten. Sei es der Bäcker, der Bauer, der Computerfreak, der Anwalt, der Politiker..... Egal... 5-10% der Bevölkerung steht hauptsächlich auf das gleiche Geschlecht.

So - Das sind Alles Mitmenschen. Und die müssen es sich gefallen lassen von solch ignoranten Spinnern als Untermenschen, Kranke, Perverse, Abartige und was weiss ich betrachtet zu werden... Ach und Witze machen ist voll OK und harmlos... Wie wäre es mit einem rosa Wimpel auf der Kleidung !?!?

flame away

Ralph

P.S. - natürlich schliesse ich weibliche Homosexuelle in all diese Betrachtungen ein...

Monday, November 23, 2009

Homosexualität macht nicht einmal vor Minderjährigen halt!

Warum immer wieder von Muckern und Spießbürgern davor gewarnt wird, Kinder und Jugendliche der gesellschaftlichen Tatsache homosexuell veranlagter Menschen und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften auszusetzen, ist mir völlig unerfindlich. Grünen-MdB Volker Beck, von dem mich ansonsten Welten trennen, gibt den ewiggestrigen Pinschern vom Schlage eines Philipp Gut (der jetzt in der Weltwoche-Hierarchie zum Innenressort-Leiter aufgestiegen ist und damit deutlich macht, dass dieses Blatt analog zu "eigentümlich frei" sein ehedem vorbildlich wirtschaftsliberales Profil zugunsten einer kulturkämpferisch aufgeladenen ultrakonservativen Ausrichtung aufgibt) in der WELT die richtige Antwort:

"Zum klassischen Repertoire des Schürens homophober Vorurteile gehört das Stichwort „Kinder“. „Selbst vor Kindern und Schulen machen die schwulen Pressure-Groups nicht halt“, sie wollten sogar eine „Behandlung des Themas Homosexualität im Unterricht“, entsetzt sich Gut. Ja, warum denn nicht? Lesben und Schwule gehören zur Lebenswirklichkeit. Soll man etwa Oscar Wilde aus dem Englischkurs verbannen, soll das Thema eingetragene Lebenspartnerschaft in der Sozialkunde tabu sein, soll im Geschichtsunterricht die Homosexuellenverfolgung im Nationalsozialismus wie in der Adenauerzeit unterschlagen werden?


Ganz typisch auch, dass sich Gut die Schülerinnen und Schüler nur als allesamt heterosexuell vorstellen kann. Aber in nahezu jeder Schulklasse sitzen auch lesbische und schwule Jugendliche, oft in der schwierigen Coming-out-Phase, oft von Mobbing bedroht. „Schwul“ ist Top-Schimpfwort auf Pausenhöfen. Die Bundesregierung musste 2006 auf eine Anfrage der Grünen einräumen, dass homosexuelle Jugendliche auch heute noch ein viermal höheres Suizidrisiko haben als heterosexuelle.

Lesbische und schwule Jugendliche dürfen nicht alleingelassen werden. Sie benötigen positive Vorbilder und Ermutigung. Wir brauchen Lehrkräfte, die beim Thema Homosexualität nicht rot werden. Sowohl in Unterrichtsinhalten als auch im Schulalltag muss deutlich werden: Lesben und Schwule sind Teil der gesellschaftlichen Normalität."



Und bitte das Voten auf der Seite nicht vergessen!


Nachtrag: Die Freunde von Gaywest landen übrigens mal wieder einen Volltreffer! Chapeau!

Saturday, October 24, 2009

Bravo Stefan Niggemeier!

Der Edel-Blogger holt aus zu einem wirklich fulminanten Schlag ins Kontor des reaktionären Schwulenhassers Philipp Gut:


"Man darf nicht auf die treuherzige Harmlosigkeit hereinfallen, in der er das formuliert. Philipp Gut will, dass Schwule und Lesben aus der Öffentlichkeit verschwinden und ihr Schwul- und Lesbischsein wieder verstecken. Aber es geht nicht um eine „sexuelle Veranlagung”, um die eigene Intimsphäre, um Diskretion und „guten Geschmack”. Jemand, der sagt, dass er schwul ist, gibt damit nicht mehr von sich Preis als jemand, der sagt, dass er verheiratet ist. Als Klaus Wowereit öffentlich verkündete, dass er schwul sei, hat er damit nicht mehr von sich verraten als jeder Politiker, der sich mit seiner Frau zeigt, genau genommen weniger.

Komisch, dass Herr Gut sich von sichtbaren Schwulen belästigt fühlt, aber nicht von sichtbaren Heterosexuellen. Wo bleibt sein Aufschrei, dass die deutsche Bundeskanzlerin, zum Beispiel, kein Geheimnis daraus macht, dass sie mit einem Mann zusammenlebt? Ist das nur Ausdruck ihrer „sexuellen Veranlagung”? Warum, könnte man mit Gut fragen, müssen Heterosexuelle (Ehe-)Männer und (Ehe-)Frauen ihr Intimleben auf diese Art öffentlich machen und damit, man merke sich die Formulierung: „das öffentliche Leben bedrängen”?


[...]


Gut schreibt:

Die Schwulen bestimmen heute, wie über Schwule zu denken und zu sprechen ist — und vor allem, worüber man nicht sprechen darf.

Er merkt nicht, wie ironisch der Satz ist, wenn man den ganzen Rotz nun schon zum zweiten Mal in eine große Zeitung schreiben durfte.

Aber das darf man den modernen Schwulengegnern wie ihm am wenigsten durchgehen lassen: dass sie sich auch noch als Opfer stilisieren."


Monday, October 19, 2009

Ein Penner namens Hans

Ein Wiederholungstäter:

Offener Brief vom 03.10.2009

Dipl.-Chem. Dr. Hans Penner - 76351 Linkenheim-Hochstetten

Herrn Bundespräsident Dr. Horst Köhler

Kopie bitte ggf. an Dienststellenleiter weitergeben.

Sehr geehrter Herr Bundespräsident,

der rapide kulturelle und wirtschaftliche Verfall Deutschlands beunruhigt.

Aus gegebenen Anlaß richte ich die dringende Bitte an Sie, die Berufung eines homosexuellen Außenministers zu
verhindern. Eine solche Berufung würde dem Ansehen Deutschlands schaden.

Das Praktizieren von Homosexualität ist mit der christlich-abendländischen Kultur nicht vereinbar. Ich erinnere an den
Römerbrief des Apostels Paulus, der maßgeblich das Christentum in Europa einführte. Ich erinnere an die Bedeutung des
Römerbriefes für die Reformation und für die Bekennende Kirche während der nationalsozialistischen Diktatur.

Die Evangelische Kirche Württembergs hat im Dezember 2000 folgende Feststellung getroffen:
"Die Aushöhlung des 'göttlichen Mandats' (Dietrich Bonhoeffer) von Ehe und Familie und die positive Beurteilung
praktizierender Homosexualität als ethisch gleichwertiger 'Lebensform' ist kein Zeichen des Geistes Jesu Christi in der
Kirche. Sie spiegelt den Geist einer westlichen kulturellen Krise wider und ist ein Zeichen gesellschaftlicher
Zukunftslosigkeit und der Orientierungslosigkeit innerhalb der Kirche."
(http://www.elk-wue.de/fileadmin/mediapool/elkwue/stellungnahme_vom_191.pdf)

Den bedeutendsten Theologen des 20. Jahrhunderts "Barth, Brunner und Bonhoeffer (war) etwa die radikale Ablehnung von
Abtreibung oder Homosexualität gemeinsam." (Th. Schirrmacher,
http://www.contra-mundum.org/schirrmacher/mbstexte068BonhoefferSchirrmacher.pdf)

Familien sind verbindliche Ehen von Mann und Frau mit Kindern. Wenn Familien nicht mehr das tragende Fundament unseres
Volkes sind, hat Deutschland keine Zukunft. Der Diskriminierung der Familie durch Politiker und Intellektuelle muß
Einhalt geboten werden.

Ich hoffe auf eine Verbreitung dieses Schreibens und auf Unterstützung durch verantwortungsbewußte Mitbürger.

Mit freundlichen Grüßen

Hans Penner

PS: Dieses Schreiben ist die Kopie eines Offenen Briefes und kein Bestandteil eines regelmäßigen Nachrichtendienstes.



Dieses war der erste Streich
Und der zweite folgt sogleich:



Offener Brief vom 07.10.2009

Dipl.-Chem. Dr. Hans H. Penner, 76351 Linkenheim-Hochstetten
Frau Bundeskanzler Dr. Angela Merkel
Kopie bitte ggf. an Dienststellenleiter weitergeben.

Sehr geehrte Frau Dr. Merkel,

weltweit gibt es deutlich über eine Milliarde Mohammedaner. Der Islam hat vom Judentum (siehe Pentateuch) das Verbot des
Praktizierens von Homosexualität übernommen. In islamsichen Ländern wird das Praktizieren von Homosexualität generell
bestraft, im Sudan und in einigen anderen Ländern sogar mit dem Tod.

Ein deutscher homosexueller Außenminister wäre in der islamischen Welt das Symbol für die Dekadenz des Westens
schlechthin. Diplomatische Erfolge wären für einen homosexuellen Außenminister in islamischen Ländern nicht zu erwarten.

In Deutschland würde ein homosexueller stellvertretender Bundeskanzler die Integration von 4 Millionen Mohammedanern von
vorneherein ausschließen. Ich bitte Sie, diese Sachverhalte bei den Koalitionsverhandlungen zu beachten.

Ich hoffe auf eine Verbreitung dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen
Hans Penner

PS: Dieses Schreiben ist die Kopie eines Offenen Briefes und kein Bestandteil eines regelmäßigen Nachrichtendienstes.

Friday, September 11, 2009

Empörung reicht nicht aus! Schmeisst Hans Manfred Roth endlich aus der FDP!

Die Stuttgarter FDP sollte endlich ein Zeichen und ihr angebräuntes Mitglied Hans Manfred Roth vor die Tür setzen! Es reicht schon lange mit ihm!

Die Stuttgarter Nachrichten berichten:

25.07.2009 - aktualisiert: 25.07.2009 05:46 Uhr

FDP geht auf Distanz zu Roth

Bad Cannstatter Ortsgruppenvorsitzender eckt erneut mit rechtslastigen Äußerungen an

Von Klaus Eichmüller

Der geschäftsführende Kreisvorstand der Stuttgarter FDP übt heftige Kritik an ihrem Parteifreund Hans Manfred Roth, seines Zeichens FDP-Stadtgruppenvorsitzender in Bad Cannstatt. Anlass sind rechtslastige Äußerungen. Roth war in der Vergangenheit bereits wegen seiner offen bekundeten Sympathien für den inzwischen verstorbenen österreichischen FPÖ-Chef und Rechtspopulisten mit einem Parteiausschlussverfahren konfrontiert.

Der FDP-Kreisvorstand, dem Armin Serwani, Rose von Stein, Michael Conz und Wolfgang Völker angehören, missbilligt "aufs Schärfste Äußerungen von Hans Manfred Roth, die dieser in der Einladung zur Stadtgruppensitzung im Juli 2009 gemacht hat".

In dem Schreiben hatte Roth gefragt, wie "deutsch" und wie frei die Entscheidungen des deutschen Parlaments noch seien, und die "Weltherrschaftsansprüche der Vereinigten Staaten und die machtgierige Europäische Union" sowie die "mit rasender Geschwindigkeit fortschreitende Islamisierung Mitteleuropas" kritisiert. Ein weiterer Klagepunkt von Roth: "Kritik am Judentum wird gnadenlos verfolgt." Zuvor hatte Roth Parteifreunde eingeladen, gemeinsam mit ihm ein Hochamt der umstrittenen Piusbruderschaft zu besuchen. Die Bruderschaft war zuletzt in die Kritik geraten, weil sie ihren Widerstand gegen die Christopher-Street-Day-Parade mit dem Widerstand der Katholiken gegen die Nazis verglichen hatte.

Die Kreis-FDP distanziert sich von jeglichen Äußerungen, die in die Richtung Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus gehen. Serwani: "Natürlich darf jeder seine freie Meinung in einem freien Staat äußern. Wenn diese allerdings auf Briefbogen der FDP gemacht werden, sollte sie in ihrer Wortwahl überlegt sein. Dies ist hier bei einigen Formulierungen nicht geschehen und für eine liberale Partei unwürdig."

"Plumpe Deutsch-Tümmelei, Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus haben in der FDP keinen Platz", so Conz. Und von Stein fügt hinzu: "Wir wissen, dass sich auch viele Cannstatter FDP-Mitglieder über die Einladung geärgert haben und sich davon distanzieren." Der Einladung zum Kirchenbesuch bei der Piusbruderschaft in Feuerbach seien keine fünf FDP-Mitglieder gefolgt. Im Übrigen, so der Kreisvorstand, stehe die Stuttgarter FDP voll und ganz hinter den Forderungen des CSD und nimmt auch mit einem Wagen am Umzug teil.


und am 30.07. berichten die StN nochmals:

FDP geht auf Distanz zu Hans Manfred Roth

Von Klaus Eichmüller

Der geschäftsführende Kreisvorstand der Stuttgarter FDP übt heftige Kritik an ihrem Parteifreund Hans Manfred Roth, seines Zeichens FDP-Stadtgruppenvorsitzender in Bad Cannstatt. Anlass sind rechtslastige Äußerungen. Roth war in der Vergangenheit bereits wegen seiner offen bekundeten Sympathien für den inzwischen verstorbenen österreichischen FPÖ-Chef und Rechtspopulisten Jörg Haider mit einem Parteiausschlussverfahren konfrontiert.

Der FDP-Kreisvorstand, dem Armin Serwani, Rose von Stein, Michael Conz und Wolfgang Völker angehören, missbilligt "aufs Schärfste Äußerungen von Hans Manfred Roth, die dieser in der Einladung zur Stadtgruppensitzung im Juli 2009 gemacht hat". In dem Schreiben hatte Roth gefragt, wie "deutsch" und wie frei die Entscheidungen des deutschen Parlaments noch seien, und die "Weltherrschaftsansprüche der Vereinigten Staaten und die machtgierige Europäische Union" sowie die "mit rasender Geschwindigkeit fortschreitende Islamisierung Mitteleuropas" kritisiert. Ein weiterer Klagepunkt von Roth: "Kritik am Judentum wird gnadenlos verfolgt." Zuvor hatte Roth Parteifreunde eingeladen, gemeinsam mit ihm ein Hochamt der umstrittenen Piusbruderschaft zu besuchen. Die Bruderschaft war zuletzt in die Kritik geraten, weil sie ihren Widerstand gegen die Christopher-Street-Day-Parade mit dem Widerstand der Katholiken gegen die Nazis verglichen hatte.



Grund für die Empörung war diese Aktion Roths:

FDP-Mann Roth hilft Piusbrüdern

21.07.2009 - aktualisiert: 21.07.2009 05:43 Uhr

MCC-Gemeinde der Schwulen zeigt sich bestürzt


Von Klaus Eichmüller

Hans Manfred Roth, der Vorsitzende des FDP-Ortsvereins, hat es wieder einmal in die Schlagzeilen geschafft. Diesmal lud er Parteifreunde in einem Brief ein, mit ihm demonstrativ einen Gottesdienst der umstrittenen Piusbruderschaft zu besuchen. "Niemand darf wegen seines Glaubens diskriminiert werden", begründet Roth seine Parteinahme für die konservative katholische Bruderschaft. Die Piusbrüder in Stuttgart hatten zuletzt heftige Reaktionen ausgelöst, als sie ihre Ablehnung von Homosexuellen und deren schriller Parade zum Christopher Street Day mit dem katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus verglichen.

In einem offenen Brief hat jetzt die MCC-Gemeinde Stuttgart, in der sich unter der Überschrift Salz der Erde überwiegend Schwule und Lesben organisiert haben, Roths Vorgehen heftig kritisiert. "Es ist bestürzend, dass aus der FDP Stimmen laut werden, welche die Piusbruderschaft in ihrer Einstellung unterstützen und stärken", heißt es darin. Und: "Wir sehen es sehr kritisch, wenn jemand die Piusbrüder als wegen ihres Glaubens ausgegrenzt bezeichnet. Ein besonderer Affront ist dies gegenüber all jenen, die in dieser Welt tatsächlich stigmatisiert werden."

Hans Manfred Roth, der vor Jahren wegen seiner offen bekundeten Sympathie für den inzwischen verstorbenen österreichischen FPÖ-Chef und Rechtspopulisten Jörg Haider ein Parteiausschlussverfahren bekam, berührt die Kritik wenig. "Gott hat mich mit einer Elefantenhaut ausgestattet", sagt Roth. "Wo Unrecht geschieht, muss man sich zu Wort melden."



In der Stuttgarter Zeitung war über den unfaßbaren Vorfall ebenfalls zu lesen:

Provokation

FDP-Mann Roth stützt Piusbrüder

Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 18.07.2009

Die umstrittene Piusbruderschaft bekommt Flankenschutz von einem Freidemokraten: Der Vorsitzende des FDP-Ortsvereins Bad Cannstatt, Hans Manfred Roth, hat seine Parteifreunde eingeladen, mit ihm am Sonntag das Hochamt in St. Mariae Himmelfahrt, der Kirche der Piusbrüder in Feuerbach, zu besuchen.

Als Grund dafür, dass er der ultrakonservativen Bruderschaft ideologisch beispringt, gibt Roth an: "Niemand darf wegen seines Glaubens stigmatisiert werden." In einer Demokratie müsse es auch möglich sein, von der Mehrheit abweichende Meinungen zu vertreten. Die Piusbrüder sind in die Kritik geraten, nachdem einer ihrer Bischöfe, Richard Williamson, in einem Interview den Holocaust geleugnet hatte. In Stuttgart löste die Bruderschaft Proteste aus, als sie ihren Feldzug gegen Homosexuelle mit dem katholischen Widerstand gegen den Nationalsozialismus verglich.

"Die Piusbrüder haben Beistand nötig", findet der bekennende Katholik Roth, der selbst Anfang der 90er Jahre mit heftiger Kritik der Öffentlichkeit und seiner Partei zu kämpfen hatte, unter anderem wegen seiner Sympathie für den verstorbenen österreichischen Rechtspopulisten Jörg Haider. Nach einem Parteiausschlussverfahren wurde Roth aber wieder zum Cannstatter FDP-Vorsitzenden gewählt.

"Ich bin darüber nicht glücklich, das wird uns nicht guttun", sagte Rose von Stein, die stellvertretende FDP-Kreisvorsitzende, zu Roths Aktion. "Da sucht einer Aufmerksamkeit - egal wie."ury




Das Maß ist voll! Eine Partei, die diesen offenbar durchgeknallten Hetzer in ihren Reihen duldet ist am 27. September für schwule Liberale unwählbar!

Thursday, July 09, 2009

Ein prüdes, kleinbürgerliches Sittenpamphlet, getragen von Klischees, Behauptungen und Paranoia

Auf diesen unerwarteten Aussetzer von Philipp Gut in der bis dato liberalen Weltwoche, die wegen ihrer konsequent freiheitlichen Linie auch lange Zeit unser Leib-und Magen-Blatt war, reagiert jetzt im gleichen Blatt Philipp Tingler:

"Gut schreibt stets «Schwulenförderung», wenn er von Massnahmen etwa bei Polizei und Militär spricht, bei denen es lediglich um die Beseitigung bestehender Diskriminierung geht. Förderung – das klingt, als würden Schwule bevorzugt und verhätschelt, und kein anderes Bild entwirft Gut mit seiner verunglückten, nicht durchhaltbaren und unbegründeten Analogie von Homosexualität als «Religion» oder «Ideologie», also einer gewählten und damit auch wechselbaren Anschauung.

Homosexualität ist nichts dergleichen. Sie ist auch kein Beruf. Homosexualität ist eine Eigenschaft, wie Linkshändigkeit. Und sowenig mir vermeintliche Homo-Aktivisten liegen, die daraus mit Monsterausdrücken wie «lesBischwul» eine Ideologie machen, so wenig liegen mir homophobe Paranoiker mit derselben Absicht. Die Pole berühren sich, mal wieder."

War das Nazi-Regime die erste deutsche Schwulenbewegung?

Diese Frage drängt sich bei der "eifrei"-Lektüre inzwischen auf. Die Homophobie des Rechtspostillen-Herausgebers André F. Lichtschlag trägt sichtbar immer obsessivere Züge:



"Dass die Hitlerbewegten in Teilen – denken wir nur an Ernst Röhm und seine Gespiele – eine (wie Zeitungen vor der Machtübernahme auch offen schrieben) „Homobewegung“ waren und von der faschistischen Männerbund- und Stiefel-Ästhetik angezogene Schwule anteilmäßig mindestens ebenso unter den Tätern wie unter den Naziopfern zu finden waren, wie Szenefilmemacher Rosa von Praunheim im Dokumentarfilm „Männer, Helden, schwule Nazis“ eindrucksvoll nachzeichnet, auch das wird unterschlagen."


Wer sowas schreibt gehört eingeliefert! In seinem Fieberwahn drischt Lichtschlag inzwischen in immer kürzeren Intervallen und mit immer mehr Beifall aus der Schmuddelecke (man lese nur mal die Kommentarspalten auf ef-online, aber Vorsicht, es könnte akute Übelkeit bis zum Würgereiz hervorrufen) auf Homosexuelle ein, dass einem das kalte Kotzen kommt. Was treibt diesen Mann, der früher recht vernünftige Ansichten vertrat? Und warum suchen immer mehr Wirtschaftsliberale, auch aus im Vergleich zu "ef" seriöseren Publikationen, anstatt auch bei schwerem Seegang staatskritisch-erzliberal die Stellung zu halten, Zuflucht im "werte"-konservativen (also individualismus-feindlichen, ins Privatleben interventionslüsterne) Milieu, wo sie um Einlaß nachsuchend sämtliche liberale Grundüberzeugungen an der Garderobe abgeben und in pathetischer Kulturkämpferpose versuchen beim rechten Rand Eindruck zu schinden?

Tuesday, September 23, 2008

Gesellschaftspolitisch amputierter Libertarismus ist zum Scheitern verurteilt

Der Herausgeber der notorisch homosexuellenfeindlichen Rechtspostille "eigentümlich frei", André F. Lichtschlag, gibt uns mal wieder eine Kostprobe seines klein-klein-kleinstbürgerlichen Weltbildes:

"Als wenn es in Zeiten, in denen die letzten Produktiven aus dem sterbenden Mittelstand mental wie wirtschaftlich zu Staatssklaven degenerieren, keine wichtigeren Fragen gäbe als Drogenlegalisierung oder Homoehe."

Einer seiner Leser gibt ihm darauf die richtige Antwort:

"Warum sollte man die Teile der produktiven Mittelschicht, die gelegentlich zu illegalen Drogen greifen und/oder homosexuell sind, ohne Not verprellen? Und seit wann ist es libertär, für andere zu entscheiden, was für sie am wichtigsten ist?
Ein politischer Libertarismus, der über die Köpfe der Menschen hinweg Prioritäten setzt und Teile seiner eigenen Lehre verleugnet, nur weil er meint, sich den freiheitsfeindlichen Vorbehalten bestimmter Kreise anbiedern zu müssen, ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Und das ist auch gut so."

Monday, November 05, 2007

Rechter Szeneapplaus

sollte ef-Herausgeber Lichtschlag weder überraschen noch dürfte er ihm allzu unangenehm sein. Der Grevenbroicher Verleger ist längst ein gerngesehener Gast in allen schmuddeligen rechten Szenegassen.
Lichtschlag, Kewil, Kositza - da wächst zusammen, was eh schon lange zusammengehört. Eine rechtsrechte Allianz der Freiheitsfeinde.

Es ist dabei übrigens völlig unerheblich, ob Lichtschlag aus purem Opportunismus oder aus Überzeugung hemmungslos mit der deutschen Rechten anbandelt. Das traurige Ergebnis ist, dass der deutschsprachige Liberalismus um eine publizistische Stimme ärmer ist und die Rechten um einen Trommler reicher.