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Friday, January 28, 2011

Weltatlas der Schwulenverfolgung

Die Zeitschrift "Foreign Policy" hat in ihrer aktuellen Ausgabe jene Länder aufgelistet, in denen Schwulsein lebensgefährlich ist. Neben einer Vielzahl arabischer und afrikanischer Staaten ist auch EU-Mitglied Lithauen mit von der Partie!

Thursday, December 03, 2009

Was man sich als Schwuler - noch immer - alles gefallen lassen muss!

Eine kleine selbstredend unvollständige Auflistung der Zumutungen via Heise.de von Ralph Bruckschen:

19. Februar 2007 12:28

Was man sich als Schwuler offenbar alles gefallen lassen muss

Wenn man das hier in dem Forum so alles liest, kommt man auf den Gedanken, das Homosexuelle wohl abartige Untermenschen sind. Diese darf man beliebig beleidigen, Witze drüber machen und offenbar gehört dies zum guten Ton.
Hallo !? So mal ein paar Fakten:

1. Homosexualität ist natürlich und normal. Nicht nur bei Homo Sapiens, sondern so ziemlich quer durch das gesammte Tierreich. In Oslo gibt es im Naturkundemuseum zu dem Thema gerade eine Ausstellung. Offenbar ist Homosexualität nur bei Homo Sapiens in Talaren etwas unnatürliches.

2. Homosexualität ist nichts schwarz/weisses. Nahezu jeder Mann ist mehr oder weniger bisexuell. Es gibt Untersuchungen von z.B. Masters & Johnson, oder Kinsey die zeigen, das homosexuelles Verhalten graduell ist - Es gibt Männer, die nur mit Männern Sex haben, Männer, die manchmal mit Männern, manchmal mit Frauen, überwiegend mit Frauen und nur mit Frauen... Ich finde es immer wieder fazinierend, das in unserer Gesellschaft das Denken vorherscht, das wenn man es einmal mit einem Mann getrieben hat, es kein Zurück gäbe, oder so ein Schwachsinn

3. Homophobe haben selbst eine homosexuelle Ader. Dazu gibt es sogar eine wissenschaftliche Untersuchung:
http://www.oogachaga.com/download /homophobia_and_homosexual_arousal.
pdf

Auch zeigte es sich, das die größten Verfolger der Homosexualität in der Geschichte selbst schwule Tendenzen hatten. Das ist wohl eine Form der Selbskasteiung. Leider fehlt mir hierzu der Link.

4. Homosexuelle exisitieren quer durch sämtliche Bevölkerungsschichten. Sei es der Bäcker, der Bauer, der Computerfreak, der Anwalt, der Politiker..... Egal... 5-10% der Bevölkerung steht hauptsächlich auf das gleiche Geschlecht.

So - Das sind Alles Mitmenschen. Und die müssen es sich gefallen lassen von solch ignoranten Spinnern als Untermenschen, Kranke, Perverse, Abartige und was weiss ich betrachtet zu werden... Ach und Witze machen ist voll OK und harmlos... Wie wäre es mit einem rosa Wimpel auf der Kleidung !?!?

flame away

Ralph

P.S. - natürlich schliesse ich weibliche Homosexuelle in all diese Betrachtungen ein...

Lasst uns Schwule doch in Ruh!

Eigentümlich hirnfreien Schwulenhassern aus dem "rechtslibertären" Milieu ins Stammbuch ein nicht schlechter Beitrag von Heise:

Bewertung dieses Beitrags: 58%
19. Februar 2007 13:25

@Heise: Lasst uns Schwule doch in Ruh!

Also ich muss sagen, dass ich den Beitrag über Homoportale selbst als Schwuler völlig überflüssig finde. Wenn wirklich 90% der Deutschen heterosexuell sind, dann wird es gerade die überhaupt nicht interessieren, was 10% der Bevölkerung machen. Und diese 10% werden sowieso Portale wie Gayromeo kennen, dazu braucht es keinen "Werbebeitrag" auf heise.de. Das spricht sich unter Schwulen auch so rum.

Und um ehrlich zu sein, kann ich als Schwuler gerne darauf verzichten durch so einen Beitrag auf Heise noch mehr angefeindet zu werden, mir dumme Sprüche anhören zu müssen und diskriminiert zu werden.

Außerdem bin ich nicht heiß darauf dass Heten auf Schwulenportale aufmerksam werden. Denn viele Schwule mögen es nicht von Heten gestört oder gar geoutet zu werden. Die sollen sich lieber auf ihren Portalen rumtreiben.

Als Schwuler hat es mich nie interessiert, was Heten über mich oder Schwule generell denken. Diverse Ansichten und Meinungen einiger Heterosexueller bauen nicht auf wirkliche Erfahrungen auf. Und verlogen finde ich diese ganzen Argumente gegen Schwule auch. Als ob Heten so viel vorbildlicher wären.

Die meisten Kinderficker gibt es unter Heten. Diverse Freundinnen berichten mir, dass sie auf Dating-Portalen auch nur sexuell angemacht werden. Und dass heterosexuelle Paare mehr Rechte als schwule Paare bekommen sollten, weil sie ja so vorbildliche Eltern sind, wage ich auch zu bezweifeln (Rauchen und Trinken in der Schwangerschaft, Gewalt, Missbrauch, Verwahrlosung, Überlassung der Erziehung den pädagogischen Einrichtungen oder Medien).

Und dass wir Schwulen einen Einfluss auf Eure Kinder hätten und sie auf Schwul umerziehen könnten, einfach Schwachsinn. Wenns danach ginge, dürfte es bei all dem heterosexuellen Einfluss in Kindergärten, Schulen, im Fernsehen, Büchern, Radio überhaupt gar keine Schwulen geben. Die Welt, das Fernsehen, alle Medien sind von Heten für Heten gemacht. Der heterosexuelle Einfluss ist so enorm. Für Euch ist das normal, aber als Schwulen muss einem das einfach nur auffallen. Es werden fast ständig halbnackte Frauen im Fernseheneingeblendet. Sogar in Nachrichten. Also wer beeinflusst hier wen???

Und die Mär, dass Heteros bei der Verhütung gewissenhafter sind, merkt man ja an den "wenigen" ungewollten Schwangerschaften. Für Heteros ist Verhütung doch nur Vermeidung einer Schwangerschaft, um die sich in erster Linie die Frau zu kümmern hat.

Und im Ernst, klar finde ich es toll, dass Heterosexuelle für Nachwuchs sorgen. Wenn sie es nicht täten, dann hätten selbst wir Schwulen ein Problem. Denn auch unser Nachwuchs wäre ja dann gefährdet. Wir können uns ja nicht selbst reproduzieren. "Und das ist auch gut so", würden jetzt wieder einige Homophobe sagen. Ja aber Ihr habt recht. Denn wenn schwule schwanger werden könnten, dann hätte Deutschland im Gegensatz zu jetzt "zu viele Kinder". Und ich wüßte nicht, wie nur 10% der Deutschen diesen enormen Nachwuchs bewältigen sollte.



Monday, November 23, 2009

Homosexualität macht nicht einmal vor Minderjährigen halt!

Warum immer wieder von Muckern und Spießbürgern davor gewarnt wird, Kinder und Jugendliche der gesellschaftlichen Tatsache homosexuell veranlagter Menschen und gleichgeschlechtlicher Partnerschaften auszusetzen, ist mir völlig unerfindlich. Grünen-MdB Volker Beck, von dem mich ansonsten Welten trennen, gibt den ewiggestrigen Pinschern vom Schlage eines Philipp Gut (der jetzt in der Weltwoche-Hierarchie zum Innenressort-Leiter aufgestiegen ist und damit deutlich macht, dass dieses Blatt analog zu "eigentümlich frei" sein ehedem vorbildlich wirtschaftsliberales Profil zugunsten einer kulturkämpferisch aufgeladenen ultrakonservativen Ausrichtung aufgibt) in der WELT die richtige Antwort:

"Zum klassischen Repertoire des Schürens homophober Vorurteile gehört das Stichwort „Kinder“. „Selbst vor Kindern und Schulen machen die schwulen Pressure-Groups nicht halt“, sie wollten sogar eine „Behandlung des Themas Homosexualität im Unterricht“, entsetzt sich Gut. Ja, warum denn nicht? Lesben und Schwule gehören zur Lebenswirklichkeit. Soll man etwa Oscar Wilde aus dem Englischkurs verbannen, soll das Thema eingetragene Lebenspartnerschaft in der Sozialkunde tabu sein, soll im Geschichtsunterricht die Homosexuellenverfolgung im Nationalsozialismus wie in der Adenauerzeit unterschlagen werden?


Ganz typisch auch, dass sich Gut die Schülerinnen und Schüler nur als allesamt heterosexuell vorstellen kann. Aber in nahezu jeder Schulklasse sitzen auch lesbische und schwule Jugendliche, oft in der schwierigen Coming-out-Phase, oft von Mobbing bedroht. „Schwul“ ist Top-Schimpfwort auf Pausenhöfen. Die Bundesregierung musste 2006 auf eine Anfrage der Grünen einräumen, dass homosexuelle Jugendliche auch heute noch ein viermal höheres Suizidrisiko haben als heterosexuelle.

Lesbische und schwule Jugendliche dürfen nicht alleingelassen werden. Sie benötigen positive Vorbilder und Ermutigung. Wir brauchen Lehrkräfte, die beim Thema Homosexualität nicht rot werden. Sowohl in Unterrichtsinhalten als auch im Schulalltag muss deutlich werden: Lesben und Schwule sind Teil der gesellschaftlichen Normalität."



Und bitte das Voten auf der Seite nicht vergessen!


Nachtrag: Die Freunde von Gaywest landen übrigens mal wieder einen Volltreffer! Chapeau!

Saturday, October 24, 2009

Bravo Stefan Niggemeier!

Der Edel-Blogger holt aus zu einem wirklich fulminanten Schlag ins Kontor des reaktionären Schwulenhassers Philipp Gut:


"Man darf nicht auf die treuherzige Harmlosigkeit hereinfallen, in der er das formuliert. Philipp Gut will, dass Schwule und Lesben aus der Öffentlichkeit verschwinden und ihr Schwul- und Lesbischsein wieder verstecken. Aber es geht nicht um eine „sexuelle Veranlagung”, um die eigene Intimsphäre, um Diskretion und „guten Geschmack”. Jemand, der sagt, dass er schwul ist, gibt damit nicht mehr von sich Preis als jemand, der sagt, dass er verheiratet ist. Als Klaus Wowereit öffentlich verkündete, dass er schwul sei, hat er damit nicht mehr von sich verraten als jeder Politiker, der sich mit seiner Frau zeigt, genau genommen weniger.

Komisch, dass Herr Gut sich von sichtbaren Schwulen belästigt fühlt, aber nicht von sichtbaren Heterosexuellen. Wo bleibt sein Aufschrei, dass die deutsche Bundeskanzlerin, zum Beispiel, kein Geheimnis daraus macht, dass sie mit einem Mann zusammenlebt? Ist das nur Ausdruck ihrer „sexuellen Veranlagung”? Warum, könnte man mit Gut fragen, müssen Heterosexuelle (Ehe-)Männer und (Ehe-)Frauen ihr Intimleben auf diese Art öffentlich machen und damit, man merke sich die Formulierung: „das öffentliche Leben bedrängen”?


[...]


Gut schreibt:

Die Schwulen bestimmen heute, wie über Schwule zu denken und zu sprechen ist — und vor allem, worüber man nicht sprechen darf.

Er merkt nicht, wie ironisch der Satz ist, wenn man den ganzen Rotz nun schon zum zweiten Mal in eine große Zeitung schreiben durfte.

Aber das darf man den modernen Schwulengegnern wie ihm am wenigsten durchgehen lassen: dass sie sich auch noch als Opfer stilisieren."


Saturday, March 01, 2008

Hate-Crime-Welle in den USA

Christian Hoffmann von den radikalliberalen Paxxis über eine besonders schockierende Tat in einem in den USA derzeit grassierenden Klima der Intoleranz:

"DAS, verehrte PC-Verächter, ist der Grund, warum ich die Political Correctness als zivilisierenden Einfluss auf das gesellschaftliche Zusammenleben lobe. Wie sehr muss das Bewusstsein eines 14jährigen von Hass und Ressentiments durchtränkt sein, um ein harmloses Liebesgeständnis - sofern man es überhaupt als solches bezeichnen kann - zum Anlass zu nehmen, einen Menschen zu erschiessen? Wie sehr muss Homosexualität als etwas furchtbares, verächtliches, ja hassenswertes gesehen werden?

Und natürlich wird dieser Hass, werden diese Ressentiments durch Äusserungen erzeugt und gefüttert, die Homosexualität stigmatisieren, sie lächerlich machen, sie in den Schmutz ziehen. Eine Gesellschaft, die ein Interesse an einem offenen, friedlichen und zivilisierten Zusammenleben hat, muss darum Hass unmissverständlich entgegentreten, wo er sich äussert. Personen, die Hass gegen andere Individuen und Gruppen schüren, sollten von ihren Mitmenschen in ihre Schranken verwiesen, und ja, notfalls auch aus der sozialen Gemeinschaft ausgeschlossen werden. Jedesmal, wenn rechtskonservative Sesselpfurzer von dem “Recht” auf eine rassistische oder homophobe Gesinnung nölen, wenn sie sich darüber echauffieren, dass Dumpfbacken wie Martin Hohmann oder Eva Herman für verletzende Ausfälle kritisiert werden, sollte man ihnen die Bilder von Opfern wie Lawrence King entgegenhalten. Der Hass, der in den Köpfen beginnt, und sich über die Sprache fortpflanzt, tötet am Ende unschuldige Menschen.

Wer das nicht einsehen will, wer also darauf besteht, hasserfüllte Gedanken zu verbreiten, hat dazu sicher ein Recht - bei sich, in den eigenen vier Wänden, mit dem eigenen Eigentum. Aber er soll nicht erwarten können, von seinen Mitmenschen, der Gesellschaft Toleranz oder gar Akzeptanz zu erfahren. Im Gegenteil, er muss damit rechnen müssen, entschieden kritisiert und zurückgewiesen zu werden. Dieses zivilisatorische Grundverständnis ist es, das reaktionäre Kreise mit der vermeintlichen “Diktatur der Political Correctness” kritisieren."

Klare, wahre und richtige Worte!

Friday, February 01, 2008

Gay-Support für Barack Obama






















Der jüngste (und homofreundlichste) Kandidat im Rennen um das Weiße Haus, der Senator aus Illinois, Barack Obama, bekommt offenbar auch jede Menge Unterstützung aus der schwulen Community. Es bleibt spannend, mindestens noch bis zum Super-Tuesday.

Mehr Infos zu den Primaries hier!

Friday, July 20, 2007

Gay Rights - aus authentisch libertärer Perspektive

Da in jüngster Zeit gewisse eigentümlich homophobe Entgleisungen, die unter falscher Flagge segelnde Rechtskonservative zu verantworten hatten, erhebliche Irritationen hervorgerufen haben, ist es aus schwulliberaler Sicht außerordentlich begrüßenswert, dass eine Broschüre aus den 70er Jahren, die der libertäre Historiker Ralph Raico für die Libertarian Party verfasst hat, nun wieder neu aufgelegt wurde: Gay Rights - A Libertarian Approach.

Viel Freude beim Vermehren der gewonnenen Einsichten!