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Schwul-und-liberal

Friday, June 08, 2007

Eigentümlich homophob

Im Umfeld von "eigentümlich frei" wabert inzwischen eine Woge des vulgärstmöglichen, ungesunden Volksempfindens, wie dieses unter dem Pseudonym "Tita von Richthofen" verfasste Schmähbriefchen der ef-Autoren Kai Jäger und Gary Merrett an Dominik Hennig beweist:

"Sehr geehrter Herr Hennig,

Gratulation! Mit dieser Email haben Sie sich mal wieder selbst übertroffen. Zunächst einmal sind Ihre vollzüglichen Manieren zu nennen: Private Emails werden - selbstverständlich ohne Einverständnis des Betroffenen - an eine ganze Herde armer unbeteiligter Libertärer verschickt. Ihre politischen Richtungen mögen sich ändern wie der Wind, aber Ihr Verhalten bleibt dasselbe. Und wozu das Ganze? Richtig, um die eigenen neurotischen Triebe zu befriedigen! Zu diesem Zwecke erfinden Sie Scheindebatten, die keinen interessieren. Und bitte werden Sie doch endlich einmal konkret: Wo hat der Herr Lichtschlag etwas geschrieben, was den libertären Prinzipien widerspricht? Wo ruft er zum Bündnis mit Konservativen auf (welchen Konservativen?)?

Und wenn der Herr Lichtschlag es bevorzugt, die Stammleserschaft (reden Sie von sich selbst immer in Gruppen?!) für ein "paar rechte Laufkunden" zu verlieren, dann würde er sich ökonomisch selbst ins Fleisch schneiden, falls Sie diese ökonomische Binsenweisheit beim Zitieren der liberalen Werke überlesen haben sollten. Und selbst wenn Herr Lichtschlag dies wünsche: Eifrei ist SEIN Eigentum, was mischen Sie sich eigentlich ständig in die Angelegenheiten anderer Individuen ein, die Sie nichts angehen?Ein Zwischenfazit: Keine Manieren und kein Respekt für fremdes Eigentum - das ist die Grundlage von der aus sich Herr Hennig erdreistet, uns über den Libertarismus zu belehren.

Schauen Sie sich doch einmal Ihre Mailingliste an: Glauben Sie diese Herren und Damen hören Ihre Hinweise auf Thomas von Aquin, David Friedman oder Murray Rothbard zum ersten Mal? Glauben Sie, Herr Lichtschlag hat es nötig, daß Sie ihm Textstellen aus Werken zitieren, die er selbst herausgegeben hat? Jaja, ich weiß, Sie wollen nur nicht, daß die "libertäre Szene dahin geht, wo ich herkomm". Wie dankbar bin ich, Herr Hennig, daß "wir" Sie haben: Sie wissen, was DIE "libertäre Szene" braucht. Gegen die intellektuellen Fähigkeiten eines 30jährigen Magisterstudenten verblassen selbstverständlich Namen wie Ludwig von Mises oder Murray Rothbard.

Leider muss ich Ihnen jedoch mitteilen, daß Sie mit zweierlei Maß messen: Der Herr Lichtschlag und die "Konservativen" (wer denn nun konkret?) kriegen ihr Fett weg, weil sie ja schließlich den Liberalismus verraten. Auf der anderen Seite wird einGroßteil der Leserschaft ständig mit Ihren Verweisen auf Martin Hagen zugespammt, der nicht nur aktiv Politik betreibt, sondern prinzipiell als Nicht-Anarchist und Atlantiker doch zu Ihren Feinden zählen müsste. Warum ist das nicht so? Nun, darüber kann man nur mutmaßen. Ich schätze, Sie schätzen Herrn Hagen so, weil er Ihnen sehr ähnelt: Sein und Ihr Leben ist die Politik. Und natürliche das ständige Schreiben irgendwelcher Pamphlete, um sich online selbst zu beweihräuchern (vielleicht hängt Ihre Vorliebe für Herrn Hagen auch mit Ihrer Begeisterung für das Genital von Herrn Hagen zusammen? Aber darüber wollen wir nicht spekulieren, da uns die Privatsphäre anderer Menschen eineHerzensangelegenheit ist)

Leider muss ich Sie enttäuschen Herr Hennig: DIE "libertäre Szene" interessiert sich in der Regel nicht für Politik und will mit ihr auch nichts zu tun haben. Wenn Sie wie eine Heuschrecke von Zeit zu Zeit die politische Färbung wechseln, dann können Sie das gerne tun. Bitte nehmen Sie jedoch davon Abstand, sich anschließend als moralische Instanz des Liberalismus aufzuspielen, und gestandene Libertäre mit belehrenden Pamphleten vollzuspamen. Statt Stunden vor dem Internet zu verbringen, sollten Sie diese Zeit lieber in den Besuch eines guten Psychaters investieren. Und mit dieser Meinung spreche ich sicherlich für die hier mitlesende Mehrheit (ohne eine demokratische Legitimation daraus abzuleiten).

In diesem Sinne mit verständnisvollen Grüßen

Ihre Tita von Richthofen"

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1 Comments:

  • At 10:57 AM, Blogger Dominik Hennig said…

    Und inzwischen wurde auch der Artikel
    "Erklärung: Schwulsein ist nicht pervers!" vom 10. Jan. 2007 auf ef-online.de gelöscht!

    Darin hieß es:
    "Schon deshalb nicht, weil es zahlreiche schwule Freiheitsfreunde gibt, die „Gender Mainstreaming“ oder „Antidiskriminierungsgesetze“ entschieden ablehnen und sich auch ansonsten nicht aggressiv gegenüber anderen verhalten. ..."
    ef-online - http://www.ef-online.de

     

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